Mimetic space - deutsche version

Mimetic Spaces
Künstleriches Gruppenprojekt mit Paran Pour, Valentina Boneva, Pavlina Boneva, Vladimir Mladenov
Mimetic Spaces ist ein Gruppenprojekt, das sich mit Themen auseinandersetzt, die charakteristisch sind für unsere Gegenwart. Themen, die eine Gesellschaft beschäfftigen, die immer mehr zusammenwächst, in der Entfernungen immer kürzer werden, Zeit immer schneller wird und der einzelne Mensch nicht mehr an einem Ort verwurzelt ist. Wie drückt sich die Globalsierung in unserem Alltag aus, durch welche Ästhetik ist sie charakterisiert und welche Bilder sind stellevertretend für unsere Zeit?
Vier künstlerische Positionen hinterfragen diese Thematik und zeigen Bilder, die den Prozess des globalen Zusammenwachsens beschreiben. Vier Künstler, die selbst symbolisch für eine nomadische Gesellschaft sind und dadurch mit einem besonderen Interesse und einem sensibilisierten Blick auf dieses Phänomen schauen.
Verschiedene Medien wie Installation, Video, Collage, Textil, Illustration und Animation werden in dem Projekt Mimetic Spaces zusammengeführt, nicht zuerst um ihre Rolle und Grenzen zu bestimmen, sondern vorallem um das Gefühl der schrumpfenden Welt und des damit immer größer werdenden Handlungsraumes möglichst intensiv zu formulieren.


Konzepte der einzelnen Arbeiten

Heidiland
Paran Pour
, Installation (Plastik, Holz, Video), 2009
Heidiland setzt sich mit der Konstruktion bzw. Rekonstruktion von Räumen auseinander. Räume, die ursprünglich in einem anderen Kontext verwurzelt sind aber in einer neuen Umgebung implementiert werden.
Die Installation Heidiland besteht aus einer Skulptur und einer Videoarbeit, die das Alpin-Ski-Center im Ruhrgebiet abbildet.
Das Alpin-Center in Bottrop Kirchhellen wurde im September 2001 eröffnet und ist eine geschlossene und überdachte Skihalle mit Gefälle, deren Boden mit Kunstschnee bedeckt ist. Das ganze Jahr über haben Wintersportler die Möglichkeit auf der längsten Piste der Welt mit 640 Metern Länge und 30 Metern Breite zu Snowboarden und Ski zu fahren.
Heidiland ist der Versuch einer Reinszenierung des Alpin-Ski-Centers in einem wiederum fremden Kontext. Es geht dabei nicht mehr um die Funktion der Architektur geht, sondern vielmehr um das Wesen des Objekts und um die Hinterfragung eines Ortes, der Vorgibt ein anderer zu sein. In wie fern ist solch ein Raum nur Abbild einer Wirklichkeit oder gibt uns der Ort vielmehr das Bild einer Wirklichkeit in der wir uns heute befinden? Welche Motivationsgründe führen zu der Nachempfindung eines Ortes und wozu dienst die? Was sagt diese Architektur über unsere Gesellschaft aus und ist sie symbolisch für unsere Zeit?



Gaffixil
Valentina Boneva
, Wandcollage 15mx3m, Collage auf Textil, 2009
Das Projekt befasst sich mit der Beobachtung von Kultur und ihrer Veränderung. In den letzten Monaten habe ich nach prägnanten Kultursymbolen recherchiert und diese in einem multikulturelen Kontext neu inszeniert. Der Prozess des Beobachtens, des Forschens, des Übertragens, des Kopierens und des Weiterentwickelns von kulturellen Symbole steht bei der Arbeit Gaffixil im Mittelpunkt.
Dabei beziehe ich mich auf allgemein bekannte Icons, sowie auf Underground Streetart, die kurz erscheint aber trotzdem beeinflusst, ein breites Publikum erreicht und dann wieder aus dem Gedächtnis gelöscht wird.
Gaffixil ist der Versuch, den Überblick von dem beizubehalten, was um uns herum passiert. Sie stellt die Einflüsse, die Polaritäten und das pulsierende Zusammenleben auf den Straßen dar. Künstler der ganze Welt werden vereinigt und in der Wandcollage neu interpretiert.


Fast Food Guide – Or how to protect your mustache during lunch
Pavlina Boneva
, Trickfilm, 2009
Ein Filmprojekt mit dem Thema Fast Food als Trend unserer Zeit. Heute gibt es viele Symbole und Marken und eine der globalsten ist die Fast Food Kultur. Das schnelle Essen, die schnelle Kommunikation, das schnelle Denken und das schnelle Leben, ein Teil von “Jetzt“, erfasst in 3 minutigen StopMotion Trickfilm.
Die sarkastische Geschichte führt zu dem Widerspruch: Fastfood vs. Slowfood, indem die Begriffe im Film am Ende eine und die selbe Bedeutung kriegen. Die Anleitung für Fast Food (Fast Food Guide) übernimmt die Rolle der eigentlichen Handlungsgrund. Genau so absurd wie diese Anleitung (wie man schneller essen kann oder genauer zu sagen: wie man sauber bleibt) ist auch die Handlung der Hauptfigur. Der Oberlippenbart wird zum Symbol eines absurden Kampfes, die Pommes in den Mund zu stecken. Die Geschichte ist ein anderer Blick darauf, wie eine so bekannte Situation in dem Schnellimbiss aussehen könnte.
Fast Food hat sich in den Jahren zur einer globalen Kulturmarke entwickelt, zu einem globalen Konsum des raschenden Alltags und der Befriedigung. Es ist eine überall auf der Welt essbare Kulturmarke. Räume
Pavlina Boneva, Prints, 2008
Wie Innen- und Außenraum miteinander kommunizieren. Zwei verschidene Welten, aber trotzdem voneinader abhängig. Das Eine definiert das Andere und so entseht das Puzzle des Raumes. Das Lokale ergibt das Globale, so dass am Ende das Ganze als ein Raum wahrgenommen wird. Diese entstandene Lokalität ist aber kein Endergebniss, sondern nur ein Puzzlestück von dem endlosen Raum. Das Spiel zwischen Innen und Außen stellt die Frage, wo Innen ist und wo Außen und ob es nicht eigentlich das selbe ist?



Through the Looking-Glass and What Alice Found There
Vladimir Mladenov
, 11 Kanal Videoinstallation, Glasspiegel, Konverter, LCD Monitore, Ohne Ton, 2009
Aus einem Spiegel, werden kreisförmige Löcher mit dem gleichen Durchmesser ausgeschnitten. In den Löchern werden 11 Konverter eingesetzt. Der Betrachter kann sich selber im Spiegel betrachten, gleichzeitig kann er auch durch die denen Objektiven hindurch schauen. Hinter diesen Kulissen sind kleine LCD Bildschirme montiert, die Bilder der menschlichen Psyche zeigen. Alltägliche Bilder, die durch ihre ungewöhnliche Perspektive, den Betrachter zur Reflexion bzw. Selbstreflexion animieren.
Die Videoinstallation spielt mit den Gegensätzen der Oberfläche und der Tiefe, sowie mit den verschiedenen Bewusstseinsebenen des Ich.

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